MINORITENKLOSTER
Das
Minorotenkloster (seit 1534 Franziskanerkloster) entstand am Tor der
Znaimer Königsburg vor der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts.
Aus diesem Zeitraum stammt der nordwestliche Flügel des
ehemaligen Klosterkreuzgangs und dessen Kreuzgewölbe, das bis heute
erhalten blieb. Der nordöstliche hochgotische Kreuzgangflügel wurde
erst nach einem verheerenden Brand 1494 erbaut. Nach der Schlacht
bei Suché Kruty (26. 8. 1278) wurde hier der Leichnam des in der
Schlacht gefallenen „goldenen und eisernen“ Königs Otakar II.
Přemysl bestattet. Das Kloster wurde infolge der Josephinischen
Reform 1784 aufgelöst.
Das Areal dient seit 1945 dem Museum, wo die naturkundliche Exposition des Znaimer Museums mit archäologischen Funden und Schmiedekunstwerken untergestellt ist. In dem ehemaligen Kapitelsaal ist eine umfassende Sammlung von orientalischen Waffen ausgestellt, die von Max Mayer von Ahrdorff (Prälat und Olmützer Kanoniker) zusammengestellt wurde und von europäischer Bedeutung ist.
Geologische
Sammlungen umfassen a.a. Versteinerungen paläozoischer
Pflanzenabdrücke und seltsame känozoische Fossilien von Weich- und
Wirbeltieren. Die Ausstellung bietet auch eine Kollektion von
Moldaviten (grüne, natürliche Gläser, die vor 15 Millionen Jahren
beim Einschlag eines großen Meteoriten entstanden und großteils auf
dem Gebiet von Tschechien in der Moldauer Region vorhanden sind).
Das Juwel der botanischen Sammlung ist das in den Jahren 1862–1915
entstandene Obornys Herbarium.
Die zoologische Abteilung betreut die wertvolle Znaimer Fauna-Sammlung. Es werden einzigartige archäologische Sammlungen aufbewahrt, darunter die ältesten paläolithischen Werkzeuge, Funde der mährischen jungneolithischen bemalten Keramik und das berühmte Lager der Trichtenbecherkultur aus Božice. Einen Bestandteil des Museums bildet auch das in den Jahren 1754-58 erbaute Gebäude des ehemaligen Spitals auf der Přemysliden-Straße, der bestehende Sitz der Museumsleitung.
Minoritský klášter / Minoritenkloster, ul. Přemyslovců 6,
Znojmo
Tel.: +420 515 282 211, Fax: +420 515 282 222, E-Mail:
znojmuz@znojmuz.cz
Öffnugszeiten: Mo–Fr 9.00–17.00,



